Image Marktupdate – 31. Juli 2026

Marktupdate – 31. Juli 2026

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  • Finanzen
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Krypto behauptete sich in einer Woche mit Verkäufen andernorts

Das globale makroökonomische Umfeld hat sich diese Woche deutlich verschlechtert, mit einem rekordhohen Abbau von Fremdkapitalpositionen in Asien, einer umstrittenen Entscheidung des FOMC und der fortgesetzten Abverkaufswelle bei KI-Werten. Die Reaktion von Krypto fiel dennoch vergleichsweise verhalten aus: Bitcoin gab im Wochenverlauf um rund 3 % nach und blieb innerhalb der Spanne von 63.300 bis 65.500 USD. Selbst die Entscheidung des Senats, den Clarity Act vor der Sommerpause zurückzustellen – womit der weitere Weg durch die verbleibende Legislaturperiode nun ungewiss ist –, konnte der Spanne nichts anhaben.1 Trotz Abflüssen von 426 Mio. USD sorgte die relative Stabilität von Bitcoin für etwas Entlastung angesichts eines recht volatilen Aktienmarkts.

Die Fed hielt die Zinsen, doch der Anleihemarkt war nicht überzeugt

Auf der FOMC-Sitzung am Mittwoch beließ die Fed die Zinsen zum fünften Mal in Folge bei 3,50–3,75 %, bei einer umstrittenen Abstimmung von 9 zu 3 mit drei abweichenden Stimmen zugunsten einer Anhebung um einen Viertelpunkt.2 Das schärfere Signal kam von der Pressekonferenz. Auf die Frage nach der weiterhin über dem Zielwert liegenden Inflation antwortete Warsh kategorisch: „Es gibt kein weiches Inflationsziel. Es gibt nur ein Ziel, und das liegt bei 2 %."3 Der Anleihemarkt zeigte sich nicht überzeugt: Die Renditen stiegen entlang der gesamten Kurve spürbar an, wobei die 30-jährige Rendite ihren höchsten Stand seit 2007 erreichte. Die Märkte preisen eine Zinserhöhung im September weiterhin mit rund 57 % ein, nach knapp 70 % am frühen Nachmittag – damit ist sie eher das Basisszenario als ein Tail-Risiko.4 Sollte sich die sommerliche Hitze auch in den Inflationsdaten niederschlagen, würde sich diese Einpreisung weiter verfestigen. Eine Fed, die den Markt nur schwer von ihrer Entschlossenheit in Sachen Inflation überzeugen kann, zusammen mit steigenden langfristigen Renditen, ist genau das Umfeld, in dem sich Bitcoins Argument des festen Angebots auszahlt.

KI-Capex wird abgestraft, doch die Nachfrage lässt nicht nach

Mit Beginn der Berichtssaison für das zweite Quartal zeichnet sich bei den großen Technologiekonzernen ein einheitliches Muster ab. Alphabet, Tesla, Meta und Microsoft haben ihre Ergebnisse bereits veröffentlicht: Die Umsätze halten sich, die Margen geraten bei Meta und Tesla unter Druck, und die KI-Investitionsausgaben steigen weiter – Alphabet hob seine Jahresprognose auf 195 bis 205 Mrd. USD an, und Meta erhöhte die Untergrenze seiner Spanne auf 135 Mrd. USD.5 Die Reaktion des Marktes fiel ebenso einheitlich aus, mit starkem Fokus auf den freien Cashflow: Unternehmen, deren Ausgaben durch sichtbare, monetarisierbare Nachfrage gedeckt sind, werden belohnt, während jene, deren Capex-Prognosen immer weiter nach oben geschraubt werden, abgestraft werden. Für einen Vermögenswert ohne Capex-Posten und mit einem Angebotsplan, der nicht nach oben revidiert werden kann, ergibt diese genaue Prüfung einen aufschlussreichen Kontrast.

Quellen

1. CoinDesk, 23. Juli 2026

2. Federal Reserve, FOMC-Erklärung, 29. Juli 2026

3. Federal Reserve, Pressekonferenz von Chair Warsh, 29. Juli 2026

4. CME FedWatch, 29. Juli 2026

5. Unternehmensergebnisse Q2 2026: Alphabet und Tesla (22. Juli), Meta und Microsoft (29. Juli)

Veröffentlicht amJuli 31st, 2026

Schriftsteller
Verwaltet den ersten und größten Fonds, der ein Engagement in börsennotierten Blockchain-Unternehmen bietet.

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