
Umfrage unter Fondsmanagern für digitale Vermögenswerte – august 2026
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- Finanzen
Der erste Schritt zurück
Die Allokationen stiegen auf 1,2 % – der erste Anstieg seit dem Ausverkauf im Oktober 2025 –, getragen ausschließlich von Institutionen, die aus festverzinslichen Wertpapieren und Rohstoffen umschichteten. Die Werteinschätzung war der am schnellsten wachsende Investitionsgrund.
Volatilität ist die größte Hürde für Nicht-Investierte, obwohl die 30-Tage-Volatilität nahe ihrem Rekordtief von 22 % liegt. Anleger bepreisen das Drawdown-Risiko, nicht die tatsächlich realisierte Volatilität.
Regulierung bleibt die größte Sorge unter den bereits Investierten – Ausdruck der Unsicherheit rund um den Clarity Act –, wenngleich Unternehmensrestriktionen und regulatorische Bedenken bei den noch nicht Investierten deutlich zurückgegangen sind.
Bitcoin behält die überzeugendsten Wachstumsaussichten. Die Aussichten für Ether haben sich durch Verzögerungen beim Clarity Act und hohe Personalfluktuation bei der Ethereum Foundation deutlich verschlechtert, bei moderater Umschichtung in Altcoins.
Bitcoin behält den Spitzenplatz als digitaler Vermögenswert mit den überzeugendsten Wachstumsaussichten, kaum verändert gegenüber dem Vorquartal. Die Aussichten für Ether haben sich deutlich verschlechtert, was unserer Einschätzung nach die sinkenden Chancen auf eine Verabschiedung des Clarity Act in diesem Jahr widerspiegelt, zusammen mit Sorgen über die hohe Fluktuation von Führungskräften bei der Ethereum Foundation.
Die meisten Altcoins zeigten kaum Veränderung. Die Ausnahme bildete die Kategorie „Sonstige", die den stärksten Anstieg aller Komponenten verzeichnete – Befragte nannten hier Zcash, HYPE und SUI.

Die Digital-Asset-Allokationen stiegen auf 1,2 % der Portfolios – der erste Anstieg seit Beginn des Ausverkaufs im Oktober 2025 –, was darauf hindeutet, dass Anleger beginnen, neu zu allokieren. Über alle Kohorten hinweg wurde diese Bewegung ausschließlich von institutionellen Investoren getragen.
Institutionen haben zudem in andere, risikoreichere Anlageklassen umgeschichtet, insbesondere in Aktien, finanziert durch den Verkauf von Rohstoffen und festverzinslichen Wertpapieren.

Bitcoin und Ether bleiben die Kernpositionen in Portfolios, wenngleich wir eine Reduzierung dieser Positionen zugunsten von Altcoins beobachten.
Das überrascht uns angesichts der schlechten Stimmung des vergangenen Quartals, die typischerweise stärker auf Altcoins lastet. Die Daten deuten darauf hin, dass insbesondere Multi-Asset-Ansätze an Beliebtheit gewonnen haben. Dies hat sich bislang nicht in den Fondsfluss-Daten niedergeschlagen.

Diversifikation und Kundennachfrage bleiben die Hauptmotive für Investitionen und machen zusammen 50 % der Gründe für die Aufnahme digitaler Vermögenswerte in Portfolios aus. Auch das Interesse an einem Engagement in Distributed-Ledger-Technologie ist leicht gestiegen.
Der bemerkenswerteste Anstieg betraf jedoch die Wahrnehmung der Anlageklasse als gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist ermutigend und legt nahe, dass die jüngste Preisschwäche eher als Kaufgelegenheit denn als Warnsignal gelesen wird.

Volatilität ist zum wichtigsten Grund aufgestiegen, der Anleger vom Kauf digitaler Vermögenswerte abhält. Wir gehen davon aus, dass die Wahrnehmung der Preisbewegungen im vergangenen Quartal hierfür maßgeblich verantwortlich ist, obwohl die 30-Tage-Volatilität derzeit nahe ihrem Rekordtief von 22 % liegt. Reputationsrisiko bleibt ein weiteres hartnäckiges Zugangshindernis.
Erfreulicher ist, dass sowohl Unternehmensrestriktionen als auch regulatorische Bedenken deutlich zurückgegangen sind – vermutlich Ausdruck der zunehmenden Verbreitung von ETPs und anhaltender konstruktiver regulatorischer Fortschritte.

Regulierung bleibt die größte Sorge unter den bereits Investierten. Das überrascht uns nicht angesichts der anhaltenden Unsicherheit rund um den Clarity Act. Die Volatilität ist zwar gesunken, bleibt jedoch eine hartnäckige Sorge – möglicherweise, weil Anleger eher auf das Drawdown-Risiko von Bitcoin reagieren als auf dessen tatsächlich realisierte Volatilität.
Quantenrisiko kommt weiterhin in Kundengesprächen zur Sprache, was wahrscheinlich erklärt, warum so viele Befragte es ausgewählt haben.
Der Anteil der Anleger, die glauben, dass die Fed einen politischen Fehler begeht, ist deutlich gestiegen. Die Umfrage unterscheidet nicht, ob die Befragten die Fed für zu restriktiv oder zu locker halten, doch eine beträchtliche Zahl wechselte von unentschlossen zu ja.

ÜBER UNSERE UMFRAGE: An der Umfrage vom Juli 2026 nahmen 30 Investoren teil, die zusammen rund 1,16 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen abdecken.


Veröffentlicht amAug 19th, 2026