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Bitcoin, Ethereum: Unterschiede zwischen Blockchains

Timer11 Min. Lesezeit

  • Bitcoin
  • Ethereum

Nicht alle Blockchains sind gleich aufgebaut. Bitcoin und Ethereum mögen zwar die bekanntesten Namen im Krypto-Bereich sein, dienen jedoch sehr unterschiedlichen Zwecken. Auch wenn Bitcoin (BTC) als eine Art Tauschmittel eingeführt wurde, vergleichen viele Investoren es mit digitalem Gold, da es auch als Corporate-Treasury-Vermögenswert an Beliebtheit gewonnen hat. Im Gegensatz dazu liefert Ethereum die notwendige Infrastruktur, um eine Flut von Innovationen zu ermöglichen, die verschiedene traditionelle Branchen, insbesondere den Bereich der Finanzdienstleistungen, radikal verändern. In diesem Artikel gehen wir näher auf diese Unterschiede ein und erklären, warum Anleger beim Aufbau einer diversifizierten digitalen Vermögensallokation beide Vermögenswerte berücksichtigen sollten.  

Der Hintergrund ihrer Entstehung

Zu Beginn unseres Vergleichs sollten wir einen Blick auf die Anfänge von Krypto nach der Finanzkrise von 2008 werfen. Satoshi Nakamoto – dessen Identität bis heute ein Rätsel bleibt – publizierte ein Whitepaper, in dem er ein Peer-to-Peer-Zahlungssystem namens Bitcoin vorstellte, das Transaktionen ohne Zwischenhändler ermöglichte.

Eine der größten Herausforderungen für die dezentrale Währung war das Problem der „doppelten Ausgabe“. Viele Arten digitaler Inhalte lassen sich mühelos duplizieren, beispielsweise durch Kopieren und Einfügen eines Word-Dokuments. Daher benötigte Satoshi einen Mechanismus, um zu verhindern, dass dieselben Coins zweimal ausgegeben würden – eine Aufgabe, die traditionell von zentralen Behörden wie Banken übernommen wird. Die Lösung war ein dezentraler Ledger, bekannt als Blockchain. Diese Technologie arbeitet vollkommen transparent – der gesamte Verlauf jeder BTC-Transaktion ist öffentlich einsehbar –, sodass niemand unentdeckt mit doppelten Ausgaben davonkommt.

Die erste Transaktion wurde Anfang 2009 von Satoshi selbst durchgeführt. Zeitgleich sah ein junger russischer Entwickler namens Vitalik Buterin das Potenzial der Blockchain-Technologie in weit mehr als nur einem Tauschmittel. Im Jahr 2015 gründete er Ethereum mit, welches das Konzept der Smart Contracts einführte – Programme, die automatisch ausgeführt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (ähnlich wie ein Automat). Smart Contracts ebneten den Weg für eine neue Generation dezentraler Anwendungen (dApps), die bisher die größten Veränderungen im Bereich der Finanzen verursacht haben, indem sie uneingeschränkten Zugang zu verschiedenen Dienstleistungen wie Kreditvergabe, -aufnahme und Handel bieten. Bis Oktober 2025 wurde von Nutzern insgesamt 168 Mrd. US-Dollar in Anwendungen des dezentralen Finanzwesens (DeFi) investiert.

Kurz gesagt: BTC ist digitales Bargeld, während Ethereum ein „Weltcomputer“ ist – um es mit den Worten von Vitalik auszudrücken, der genau wie Satoshi im Krypto-Universum so bekannt ist, dass er nur mit seinem Vornamen genannt wird. Vor dem Publikum der Devcon 2024 erklärte er, es handele sich um „eine unglaublich große und vielfältige On-Chain-Wirtschaft und eine unglaublich große und vielfältige globale Gemeinschaft“.

Die Funktionsweise: Konsens und Technologie

Wie bereits erwähnt, entfällt durch Blockchains die Notwendigkeit einer zentralen Behörde. Befassen wir uns nun kurz mit den Unterschieden der Konsensmechanismen von Bitcoin und Ethereum. Diese sorgen dafür, dass sich das gesamte Netzwerk hinsichtlich der Transaktionsaufzeichnungen einig ist und alle Teilnehmer die Regeln einhalten.

Bei Bitcoin kommt das Proof-of-Work-Verfahren (PoW) zum Einsatz, bei dem die Teilnehmer, sogenannte Miner, komplexe mathematische Aufgaben lösen müssen, um das Recht zu erhalten, den nächsten Transaktionssatz zu verarbeiten. Im Gegenzug erhalten sie „Block“-Prämien in Form von frisch geprägten BTC – der primären Methode, mit der neue Coins in Umlauf gebracht werden.

Ethereum verwendete zunächst ebenfalls PoW, bevor es 2022 auf Proof of Stake (PoS) umstieg – ein Ereignis, das von der Krypto-Community als „The Merge” bezeichnet wird. Das PoS-Verfahren erfordert, dass Teilnehmer, sogenannte Validatoren, den nativen Token von Ethereum namens Ether, in einem Smart Contract hinterlegen bzw. „staken“. Das Netzwerk wählt dann nach dem Zufallsprinzip aus, welcher Validator die Transaktionen verarbeiten darf. Betrügerisches Verhalten wird mit der Konfiszierung des Staked Ether bestraft.

Proof of Work erntet viel Kritik dafür, dass zur Berechnung der mathematischen Rätsel eine enorme Rechenleistung erforderlich ist – laut der University of Cambridge mehr als der jährliche Energieverbrauch von Thailand (Stand: Oktober 2025). Dennoch sind verschiedene Initiativen entstanden, um die Energiequellen der Miner zu diversifizieren. Das PoS-Verfahren ist da deutlich umweltfreundlicher – dank des Merge konnte der Energieverbrauch von Ethereum um 99,95 % gesenkt werden.

Währungspolitik, Anwendungsfälle und Anwendungen

Auch die monetären Richtlinien von Bitcoin und Ethereum unterscheiden sich, was wiederum Auswirkungen auf ihre Anwendungsfälle hat.

Bitcoin hat eine feste Obergrenze von 21 Millionen Coins – 95 % davon sind bereits im Umlauf. Diese Knappheit wird durch sogenannte „Halvings“ durchgesetzt, bei denen alle vier Jahre die Prämien für Miner halbiert werden, was den Erwerb neuer BTC zunehmend erschwert.

Bitcoin halvings over timeDas Netzwerk bewahrt diese Knappheit, indem es die Block-Prämien für Miner etwa alle vier Jahre halbiert. Die Krypto-Gemeinschaft hat diese Ereignisse als „Halvings“ (dt.: Halbierungen) bezeichnet. Sie werden aufgrund ihrer historischen Auswirkungen auf den Preis mit großer Spannung erwartet (obwohl die Performance der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Ergebnisse ist).

Ethereum verfolgt hingegen einen anderen Ansatz. Es gibt zwar keine Obergrenze für das Angebot, aber es wird ein „Burn“-Mechanismus eingesetzt, der ETH bei jeder Transaktion dauerhaft vernichtet. Seit dem 2021-Upgrade (EIP-1559) für technisch Interessierte wird ein Teil jeder Transaktionsgebühr für immer aus dem Umlauf genommen.

How Ethereum usage creates scarcityDas Ergebnis? Die Knappheit von Bitcoin ist endgültig und programmiert. Die Knappheit von Ethereum ist dynamisch und nachfrageorientiert.

In Bezug auf Anwendungsfälle untermauert Ethereum eine umfassende sowie messbare digitale Wirtschaft: Stablecoin-Transfers, die regelmäßig mehrere hundert Milliarden US-Dollar pro Monat übersteigen, dezentrale Exchanges, die erhebliche Gebühreneinnahmen generieren, und eine wachsende Basis von On-Chain-Anwendungen über die Tokenization realer Vermögenswerte, Finanzdienstleistungen (Kreditvergabe, Kreditaufnahme) und Zahlungen hinweg. Diese Aktivitäten haben bis heute zu erheblichen Gas Fees geführt.

Institutionelle Annahme

Institutionelle Anleger wie Vermögenswertverwalter und Pensionsfonds waren ein wichtiger Katalysator für Bitcoin. Aufgrund der Langlebigkeit und enormen Liquidity von Bitcoin haben sie den Coin in größerem Maße angenommen als ETH.

Die Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs durch die US-Börsenaufsichtsbehörde (US Securities and Exchange Commission, SEC) Anfang 2024 war ein bedeutender Meilenstein für die Krypto-Branche. Seitdem sind Gelder in diese Produkte geflossen: Das verwaltete Vermögen (AUM) belief sich im Oktober 2025 auf insgesamt 176 Mrd. US-Dollar, was die aufgestaute Nachfrage nach Krypto-Engagements verdeutlicht.

Auch Unternehmen nutzen BTC zur Diversifizierung ihrer Reserven, angeführt von Strategy, einem börsennotierten Softwareentwickler, der sich zu einer BTC-Treasury-Firma wandelte und seitdem über 640.000 BTC (Stand: Oktober 2025) erworben hat. Derzeit sind die übrigen Firmen der Top-Zehn nach Beständen in irgendeiner Form in der Krypto-Branche tätig (z. B. als Miner), obwohl auch Tesla eine beträchtliche Menge an Bitcoin hält.

Ethereum holt jedoch auf. Die SEC genehmigte im Sommer 2024 Spot-Ether-ETFs (25 Milliarden US-Dollar verwaltetes Vermögen mit Stand von Oktober 2025), aber die größten institutionellen Chancen für Ethereum bieten sich in Form von RWA-Tokenization (die einigen Schätzungen zufolge, beispielsweise McKinsey und BCG, bis 2030 einen Wert von bis zu 16 Billionen US-Dollar erreichen könnte) und Stablecoins (Gesamtüberweisungsvolumen von 33 Billionen US-Dollar in den 12 Monaten bis Oktober 2025, laut RWA.xyz). Ethereum dominiert beide Anwendungsfälle und macht mehr als die Hälfte des Gesamtwerts der tokenisierten RWAs sowie des Angebots an Stablecoins aus.

„So wie Investmentfonds erstmals 1924 aufkamen und Exchange-Traded-Funds (ETFs) das Investieren der 2000er Jahre neu gestalteten, könnte die Blockchain-Technologie eine neue Generation von Finanzinstrumenten ermöglichen“, heißt es in einem im September 2025 veröffentlichten Bericht der Bank of America über tokenisierte RWAs.

Bitcoin und Ethereum: ergänzend, statt konkurrierend

Abgesehen davon, dass es sich um digitale Ledger handelt und sie allgemein als „Krypto“ wahrgenommen werden, haben Bitcoin und Ethereum kaum etwas gemeinsam. Das ist auch der Grund, warum ihre Token als komplementäre Vermögenswerte fungieren. Bitcoin ist einzigartig – da sein Schöpfer im Gegensatz zu allen anderen Kryptos anonym bleibt. Diese Anonymität erfordert, dass sich die Stakeholder auf einen sozialen Konsens verlassen, um die Regeln durchzusetzen und Protokolländerungen umzusetzen.

Ethereum hingegen hat identifizierbare Gründer – allen voran Vitalik Buterin – sowie andere wie Joseph Lubin (CEO von ConsenSys) und die Ethereum Foundation, die weiterhin eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung spielen werden.

Trotz dieser Unterschiede bieten beide Netzwerke Zugang zu unterschiedlich wertvollen Quellen innerhalb des Krypto-Ökosystems: BTC als eine Form des digitalen Wertes und ETH als programmierbare Infrastruktur für digitale Finanzen. BTC mag bei der institutionellen Annahme zwar einen kleinen Vorsprung haben, aber die innovativen Anwendungsfälle von Ethereum helfen dabei, diese Lücke zu schließen.

Ähnlich wie Anleger ihre Aktienbestände über verschiedene Bereiche und Sektoren hinweg diversifizieren, investieren einige in beide Vermögenswerte – um sich in verschiedenen Bereichen des Ökosystems digitaler Vermögenswerte zu engagieren.

Geschrieben von
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CoinShares
Veröffentlicht am24 Nov 2025

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